25. April 2009

Dangerzone

Gespeichert unter: Mexiko — Schlagworte: , , , , , , — bene @ 23:55

Meine Heilung verläuft bestens. Zwar musste die Nasenärztin heute nochmal bisschen rumschneiden, weil die Nasenwände bisschen aneinander gewachsen waren, verlief aber besser als erwartet. Zahnarzt ist auch zufrieden und erstaunt, wie gut es schon aussieht. Eigentlich schreib ich nur, damit ihr zu Hause die Horrorbilder nach dem Unfall aus dem Kopf bekommt und sehen könnt, dass die Nase jetzt noch besser aussieht als vorher.

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Leider kommen wir zum Ende der Reise doch noch in Trouble, es grasiert hier gerade ne neue Art vom H1N1-Grippe-Virus, deswegen sollte man am besten drin bleiben und Masken draussen tragen. Schulen, Unis, Museen, etc wurden schon auf unbestimmte Zeit geschlossen. Mit einer offenen Wunde in der Nase natürlich nicht so schön, die Ärztin hat uns aber erstmal mit einem Atemschutz ausgestattet:

2009.05.25 - Mexico City - Influenza - 004

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Mexico also am besten nur mit guter Krankenversicherung besuchen, hier kann einem das eine oder andere Unglück passieren!

14. April 2009

Internationale Härte

Gespeichert unter: Mexiko — Schlagworte: , , , , , , , — bene @ 15:54

Wie von Vonlo schon berichtet sind wir gerade in Mexico City. Ist wirklich sehr schön hier, nette Leute, gutes Essen, viel Party, das Haus von Vonlo ist der Hammer und alles was man braucht ist 5min entfernt. Alles bestens also.
Sonntags musste Matthi dann mit seiner internationalen Fussballmanschaft in der berüchtigten “liga española” antreten. Ausserdem sollte Fabian aushelfen, da die Mannschaft unterbesetzt war. Da ihn noch 2 weiter Freundinnen besucht haben, sind wir als Support-Team mitgefahren. Bei schoenstem Fussballwetter auf bestem mexikanischem Bergrasen sollte also gegen 8 Gegner (spaeter kam noch ein Neunter) der erste Ligasieg rausgeholt werden. Team “Ïnter” konnte mit 11 Leuten aufwarten und so den Ausfall des angeschlagen Lojewski gerade noch verkraften. Zur Sicherheit wurde ich noch als Ersatzmann eingespannt. Nach 10 Minuten war es auch schon soweit und die erste konditionelle Auswechslung gegen den kórperlichen bessere gestellten Gegner musste vollzogen werden.

Mein erster fussballerischer Auftritt auf internationaler Bühne!

Im Sturm konnte ich durch, wie von mir Bekannt, Laufbereitschaft, Einsatzwillen und spielerisches Können natürlich sofort Akzente setzen. Leider reichte es nicht zum Tor. Dafür erzielte der Gegner mit 2 wunderschönen Schüssen und einem Glücklichen die 3:0 Halbzeitführung. Trainer CJ erkannte in der Halbzeit die Defensivschwäsche und wollte in der 2ten Hälfte durch eine kompetente, offensivstarke Abwehr noch den Sieg rausholen. Folgerichtig schob er den besten Mann, mich, auf die linke Innenverteidigerposition. Auf der rechten brachte er die Grösse Matthias Piper (ein Traum wurde für mich wahr). Eigentlich konnte nun nichts mehr anbrennen.
Die 2. Hälfte lief ausgeglichen. Der Gegner konnte keine Akzente mehr setzen, hingegen fehlte es in der Offensive nach der Umstellung nun an Kreativität. Aber der mexikanische Trainer hatte eine Lösung parat und riet seinen Spielern wohl, mal einen Gegner in den besten gegnerischen Mann reinzuschubsen. In der 68. Minute wurde diese Taktik belohnt. In einem Kopfballduell zog mich der Gegner runter und so musste mein eigener Mitspieler mit dem Knie in voller Geschwindigkeit in mich reinlaufen. Sofort spritzte eine Blutfontäne über den ganzen Platz. Bin dann kurz raus, einmal abgewischt und wieder rein ins Spiel. Leider konnte ich durch die schwere kinetische Energie, die auf meinen Kopf eingewirkt hatte, sowie die eingeschränkte Luftaufnahme nicht mehr meine volle Leistung entwickeln. So schoss der Gegner noch 2 Tore. 0:5 gegen Anfangs 8 Gegner, keine gute Leistung.

vs
0:5

Aufstellung: Benedikt Jötten, paar andere
Auswechslungen: Irgendwer (10. Benedikt Jötten)
Karten: -

Nach dem Spiel wollten wir dann gemütlich noch ein paar Bier trinken, aber erstmal musste ich mir die Nase putzen. Zack, hatte ich aufeinmal ein richtig dickes, fettes Auge. Erstmal Eis organisiert und ab zum Krankenhaus. Röntgen ergab dann, dass meine Nasenscheidewand gebrochen war. Kein Problem, es wurde ein Spezialist gerufen, der sollte das ebend zurückbrechen und in 30 Minuten könnte ich dann nach Hause.
Als die Spezialistin dann da war, sagte sie sofort, wir müssen heute noch operieren. Ok, das war dann doch erstmal ein Schock. Da es aber wohl nicht anders ging, haben dann Matthi und Ahmed versucht, der Krankenhausfinanzabteilung klarzumachen, dass meine Versicherung bezahlt. Erst ein Deposit von 3000 Pesos (nach vielen Quälereien in den nächsten Tagen, Einschalten des amerikanischen Partners der Verischerung und persöhnlichem Gespräch mit der Finanzchefin akzeptierte das Krankenhaus dann die Zahlungswilligkeit meiner Krankenkasse und das Deposit gibs damit auch zurück) konnte sie dazu bewegen, die Operation einzuleiten. Also gabs erstmal eine Tomographie von meinem Gesicht, Ergebniss:

Nase, beide Wangenknochen und “Gaumen” (das wo man mit der Zunge gegen tippt, wenn man ein L spricht, einmal von links nach rechts) gebrochen!

Da lohnt sich die OP wenigstens. Im Operationssaal haben die dann noch paar schöne Fotos von mir gemacht und sich nett mit mir unterhalten, da war ich plötzlich eingeschlafen. Bin dann irgendwann aufgewacht und es fühlte sich auch alles wunderbar an. Schönes Einzelzimmer mit Fernseher, elektrischem regelbarem Bett und Sofa. Bad war auch vom feinsten. Leider musste ich dann am Montag feststellen, dass ich einige Probleme beim Essen hatte. Irgendwie wollten die Zähne nicht mehr aufeinander und das Essen zermahlen. Ausserdem tats richtig weh. Hab das Frühstück am Dienstag sogar ausgelassen. Als Matthi vorbeikam, konnte er auf Spanisch (Englisch wurde selbst in dieser sehr guten Privatklinik nicht gesprochen) der Ärztin vermitteln, welche Probleme ich hab. Die hat dann einen Kollegen vorbeigeschickt, der sofort feststellte, das die rechte Hälfte meines oberen Kiefers schief zur geraden linken Stand. Ein Kontrollblick auf die Tomographieaufnahmen und die nächste OP wurde angeordnet. Kein Problem, der Haken war nur, in der OP sollte mir erst ein Eisenstück eingepflanzt werden, dass den Kiefer gerade hält und ausserdem noch etwas Zahnspangenähnliches, an dem nach der OP Gummis befestigt werden sollten, damit ich 6 Wochen den Mund nicht aufmachen kann. 6 WOCHEN!
Das schockte dann natürlich extrem, aber, ich hatte ja keine Wahl. Immerhin wurde mit Vollnarkose versprochen, habs nicht so mit Zahnärzten. Also gings Richtung OP, wovor ich erstmal ein bisschen warten musste. Dann gruppierten sich auf einmal 5 maskierte, behelmte, fremdartig aussehende Gestalten um mich: “Unterschreiben!!”. Ne, auf keinen, was wollt ihr machen, wenn ich es nicht mach?? Die Nase brechen oder gar den Kiefer? PPff, beeindruckt mich nicht. Das machen wir aus Spass auch einfach mal ab und zu in unserer Fussballmanschaft untereinander.
Ok, hab natürlich unterschrieben. Im OP wurde ich dann erstmal wie Jesus am Kreuz aufgebahrt, schön die Arme auseinander. Das machte mich etwas nervös. Letztemal konnte ich ganz normal liegen. Wollen die jetzt etwa ein Arm abnehmen? Dann kam schon wieder so ein Maskierter. “Na, Benedikt, kennste mich noch?” “Nein”, du bist komplett maskiert. Sollte es etwas Angela Merkel sein, die mich noch schnell vor der OP besucht, bin ich wirklich so wichtig für Deutschland. Wahrscheinlich.
“Ich bin der Anästhesist!” (Sry, Angie, kann man verwechseln.) “Wir werden dir was in Tropf geben, dass du bisschen Dizzy wirst und dann ein paar lokale Spritzen gegen den Schmerz.” Na toll, keine Vollnarkose (hätte ich auch was Essen können). Wurde ein bisschen panisch. Gott sei Dank kam dann wenigstens der Arzt und es ging nicht um meine Arme, sondern doch darum, mein Mund wieder hinzubiegen. Der Arzt hat dann auch ein paar Stunden ziemlich wild in meinem Mund rumgewerkelt, als wär er auf Bau oder so. Richtung Ende kam richtig in Schwitzen und fluchte wild. Zwischendurch hat er aber immer, wenn ich mich aufbäumte, weil er gerade mit irgendwas Spitzen wieder mit seinem ganzen Gewicht in meinen Zahn reingedrückt hat, gefragt, ob ich Schmerzen hätte und noch ein paar Spritzen reingehauen. Bin sogar ab und zu mal eingeschlafen und die mussten mich wieder aufwecken, damit ich den Mund aufmache. :)

Hab aber auch die OP gut überstanden und noch einen Tag Schonfrist bekommen, bevor der Mund verschlossen werden sollte. Das Krankenhaus war echt schön. Gabs noch richtig Service, nette Schwestern, Besucher konnten quasi kommen wie sie wollten, wurde sogar angeboten das Sofa zu beziehen, falls jemand übernachten will. Essen war am Anfang auch gut, dann gabs Brei… .

Seit Mittwochabend kann ich also nicht mehr den Mund aufmachen. Anfangs tats noch recht weh, aber mittlerweile hab ich mich an den Druck gewöhnt. Zu Essen gibs lecker Brei, den ich mitm Strohhalm einsaugen darf. Irgendwie geht der dann zwischen den Zahnlücken durch, solange keine Stückchen drin sind, dann verstopft alles und es heisst erstmal Zähne putzen. Hab dafür jetzt so ne coole Munddusche, die holt alles raus. Wohnen darf ich im Moment bei Matthi. Glaub ohne seine Hilfe hätte ich immer noch ne kaputte Nase. Nochmal vielen, vielen Dank.

Heute gehts dann wieder zu meiner sympatischen Nasenärztin zur Nachuntersuchung. Hoffe die bohrt nicht wie beim letztenmal wieder mit irgendwelchen spitzen Instrumenten in der Nase rum, um die freizumachen. “Schmerzen?” “Ja!” “Ach, ich mach trotzdem mal weiter.” Danke, für die Nachfrage.

Alles noch gut beste Bedingungen hui bloody pup Es wird besser

9. April 2009

VIVA MÉXICO

Gespeichert unter: Mexiko — vonlo @ 05:12

Da sind wir wieder..

P2090086

Zwei Monate sind seit meiner Ankunft in Mexiko vergangen… und viel ist passiert. Aber ich fang einfach mal von vorne an.

Alles begann in Santiago. Mein Flug sollte am 04.02. um 07:40 Uhr über San Jose und San Salvador nach Mexiko Stadt gehen. Hier nennt es sich offiziell D.F., was die Abkürzung für “Distrito Federal” ist. Wegen Schreibfaulheit übernehme ich das einfach mal..
Genau.. Nach zwei mal Umstiegen und 15 Stunden Reise sollte ich also in D.F. ankommen. Um 04:00 Uhr in der Nacht ging mein Taxi von der Hostel zum Flughafen. Wie sich herausstellte natürlich viel zu früh, aber die Fluggesellschaften treiben treiben einen ja in den Wahnsinn, wenn sie sagen, dass man mindestens drei Stunden vor Abflug einchecken muss… Folglich muss man diese Zeit sinnlos am Flughafen absitzen, obwohl man doch noch so schön zwei Stunden hätte länger schlafen können.
Wenn man geschlafen hätte… Stöpsel in die Ohren, müde werden, einschlafen, Flug verpassen. CLASSIC. Definitiv in der Top Ten meiner größten getätigten Dämlichkeiten.
Klar, dass nur der eine Flug am Tag geht und die Fluggesellschaft insgesamt nur zwei Flüge am Tag hat. Büro und Check-In-Schalter demnach auch geschlossen. Wenigstens noch herausgefunden, dass das Büro in der nächsten Nacht um 01:00 Uhr wieder aufmacht. Zurück zu Hostel, bisschen gepennt und wieder zum Flughafen. Das Büro kann natürlich nichts machen. Ich soll das am Check-In-Schalter regeln, der um 05:00 Uhr aufmacht. Herrlich. Der wirklich freundliche Herr konnte mir das Ticket gegen eine Gebühr umschreiben und hat mir verraten, dass mein Gepäck in D.F. schon auf mich wartet.
18 Stunden später wartet aber nur Matthi am Flughafen. An das Gepäck komm ich nicht, da das Büro der Airline schon geschlossen hat. Logisch. Haben wir dann am nächsten Tag abgeholt. Weil ja alles so wie am Schnürchen läuft, guck ich doch lieber mal rein. Nichts ist mehr da, wo ich es hingepackt hatte. Auch klar, dass die wertvollen Sachen nichtmal da sind, wo ich sie nicht hingepackt hatte…
Was solls?! Meine erste schlechte Erfahrung in Lateinamerika, die ja sowieso früher oder später kommen musste, hinter mir gebracht. Immerhin bin ich gesund und so.. Was man von Bene leider nicht sagen kann. Aber immer der Reihe nach..
Hmmmm. Eigentlich gibts gar nicht so viel zu erzählen.. Bin dann also erstmal bei Matthi, seiner jüngsten Schwester Janina und ihrem Freund Ahmed untergekommen. In der Condesa. Scheint wohl eines der reicheren oder das Reichenviertel zu sein. An jeder Ecke ein Polizist, ein netter Park vor der Tür etc.. Das kostet natürlich (verhältnismäßig) in einer der kriminellsten Städte der Welt. Aber was ist schon Geld gegen Gesundheit?! Nach wirklich anstrengender Anreise und anschließendem Wochenende gings Montag direkt in die Sprachschule. Hmmm. Haben viel gefeiert, zig Leute kennengelernt und nach zwei Wochen wurde ich dann auch endlich von den Hausherren rausgeworfen. Da sich noch nichts mit einem eigenen Zimmer ergeben hatte, musste ich vorerst in der Sprachschule in ein richtig nettes Appartement einziehen. Olivia aus London von meinem Kurs wohnte gegenüber. Wenns nicht so teuer gewesen wäre, wäre ich gerne länger geblieben… Und dann kam auch schon Bene von seiner kleinen Chile/Peru Rundreise rüber. Den hab ich erstmal unauffällig in meinem App untergebracht. Das waren Wohnungen für zwei Personen und eigentlich hätte er zahlen müssen, aber zufällig hatte ich das App für mich alleine, sodass niemand etwas merkte. Schlawiniert. Das Dumme an der ganzen Sachen war, dass ich mir wohl schon Zimmer angesehen hatte, und auch ein richtig gutes dabei war, aber die mich schon zwei mal vertröstet hatten, sodass ich nicht daran geglaubt habe, dass ich es noch bekomme. Also am Abend, an dem ich mich im App der Sprachschule für eine Woche einbuche, rufen die an und sagen, ich könnte das Zimmer ab sofort haben. Konnte nicht ablehenen, auch wenn ich so für eine Woche zwei Zimmer gleichzeitig zahlen musste. Was ist schon Geld, wenns mir gut geht?! Und das hat sich auch bewahrheitet. Eine Woche später bin ich also in meine jetzige Unterkunft eingezogen. Bäämm. Fetter gehts nicht! Ein riesiges Haus mit 6 Schlafzimmer, jeweils einem riesigen Flur unten und oben, Wohnzimmer, zwei Badezimmer, Hof, Playstation mit PES 09 etc… Wohne seitdem mit Hugo, Victoria (beide Mexiko), Ramon (Spanien), Robin und Pierre (ratet) zusammen.. An den Möbeln hakt es ein wenig, aber es reicht doch aus. Vielleicht mach ich die Tage auch so ne Hausführung, wie sie Matthi schon erfolgreich einführen konnte.. Seit Neuestem haben wir sogar eine Putzfrau, die 7 Stunden ackert, um ca. 14 Euro zu verdienen. Für das Geld würden sie in der Heimat wohl nichtmal eineinhalb Stunden.. Wie auch immer.. Die Butze sieht seitdem auf jeden Fall noch besser aus.. Lage ist auch super. Kleine Strasse mit netten Häusern, Metro Station keine fünf Minuten zu Fuss, 15 Minuten zu Matthi bzw. dem Reichen- und Kneipenviertel, Shopping Mall und Oxxo um die Ecke.. Oxxo ist sowas wie seven eleven, nur etwas billiger. Für diejenigen, die nicht wissen, was 711 ist: Das ist ein Mischmasch aus Kiosk und kleinem Supermarkt, der 24/7 geöffnet hat. Zum Leid aller Mexikaner ist letzte Woche ein neues Gesetz in Kraft getreten, das besagt, dass sie ab 01:00 kein Bier mehr verkaufen dürfen. :-( Und ein paar Tage bevor ich hier angekommen bin hat ein anderes Gesetz gemeint, dass die Bars und Clubs nur bis 02:00 Uhr ausschenken dürfen.. Also wirklich nicht lustig.. Daher verlagert sich ein Teil auf Hauspartys, was mich nicht gerade stört. Ist billiger und man lernt mehr Leute kennen. Ruhestörung oder sowas gibts hier nicht (habe ich zumindest noch nicht erlebt (selbst wenn die Party in einer Wohnung ist, und die Hälfte der Leute auf dem Hausflur ist, beschwert sich kein Nachbar…)), was wiederum heißt, dass jeder jeden einlädt, auch wenn man sich kaum kennt. Ich meine auch Leute, die selber von jemandem eingeladen wurden, den sie kaum kennen, laden Leute ein, die sie kaum kennen :D Wunderbar! Da unser Haus gerade erst frisch angemietet war, mussten wir natürlich auch eine fiesta schmeißen. Gerade eine Woche drin war es auch schon so weit. Fette Party mit vielen Leuten, die jeweils höchstens einer von uns kannte und laut war es auch.. hehe.
Mein Gedächtnis schwindet. So viel Besonderes war bis hierhin eigentlich gar nicht. Bene, Olivia, zwei andere Leute aus der Sprachschule und ich waren noch auf einem kleinen Festival in einer Stierarena. Um 02:00 Uhr fing das Ganze schon an. Wir hatte super Plätze in der ersten Reihe, welche halt unten in der Arena waren. Neun Stunden im Staub stehen.. Hätten wir doch mal lieber die billigeren Sitzplätze oben auf den Rängen genommen. Die letzten beiden Bands haben dann wenigstens noch ganz gut gerockt (z.B. http://www.myspace.com/calle13officialsite).
Vor knapp drei Wochen sind Bene und ich mit unserer Mitbewohnerin Victoria auf eine Haus- bzw. eigentlich mehr Gartenparty nach Cuernavaca gefahren (zwei oder drei Stunden außerhalb der Stadt; sie kannte nur den Gastgeber, und das auch nur flüchtigst). War ziemlich gut. Netter Garten mit Pool, Palmen und fetter Stereoanlange. Wir kannten natürlich keinen, aber als Europäer fällt man nunmal auf, sodass sich da immer schnell was ergibt. Die Mexikaner sind wirklich freundlich! Nach ziemlich kurzem Schlaf am nächsten Morgen nochmal schnell in den Pool und dann ab nach Hause. Hab mich einfach mal gewagt das Vehikel durch den regellosen mexikanischen Verkehr zu steuern. War erstmal wieder eine Umgewöhnung nachdem wir in Australien und NZ so viel auf Links gefahren sind.. Aber spassig..
Vor eineinhalb Wochen gings dann ins Aztekenstadion, dem größten überdachten und insgesamt drittgrößten Fussballstadion der Welt mit 105.000 Sitzplätzen, zum WM-Quali-Spiel gegen Costa Rica (theorietisch ausverkauft). Das Spiel war öde, wie alle Spiele mit mexikanischer Beteiligung, aber die Stimmung geht gar nicht! Da wird die Nationalhymne Costa Ricas angekündigt und man braucht beinahe Ohrenstöpsel und es läuft einem kalt den Rücken runter. Jedes mal wenn es Abstoß für den Gegner gibt, bebt das Stadion und sobald der Keeper den Ball spielt wird er von der kompletten Zuschauermasse als was ganz Schlimmes beschimpft… War auf jeden Fall sehr fett und gewonnen haben wir auch noch. 2:0.. Was noch zu erwähnen bleibt: Als wäre es das erste mal gewesen, dass dort ein Spiel ist, war das Bier ab der 40. Minute ausverkauft?!?!?!
Hier das 2:0 durch Pardo per Elfmeter

Ansonsten waren wir auf unzähligen Partys und Konzerten, von denen es jetzt nicht wirklich viel zu berichten gibt..
Am Sonntag ist dann auf jeden Fall was sau Dummes passiert.. Waren Samstag auf einem Geburtstag bis kp und dann war hier auch noch die bekloppte Zeitumstellung, woraufhin wir mal gerade ganze zwei Stunden pennen konnten. Mussten früh raus, weil Matthis Fußballmannschaft ein Spiel, nicht aber genügend Spieler hatte. Eine Stunde Anfahrt macht das Ganze auch nicht leichter… Ich hab mich sofort an den Rand gelegt und geschlafen, Bene hingegen musste dafür hinhalten und auf den Platz. Mitte zweite Halbzeit dann das Unglück. Kopfballduell, Bene fällt, der eigene Mitspieler rennt mit seinem Knie anscheinend aufs Übelste gegen Benes Gesicht. Erst großes Geschrei, Blut aus dem Gesicht gewischt und weiter gehts. Bene ist ja kein Weichei! 20 Minuten später sah er aber aus wie Axel Schulz, was uns veranlagte doch besser mal im Krankenhaus vorbeizuschauen. Röntgen, Kernspintomographie und Stunden später dann die Diagnose: Beide Wangenknochen doppelt, Nase und noch etwas gebrochen (Update folgt). Gut, dass wir Ahmed dabei hatten. Englisch scheint selbst in einem richtig noblen Privatkrankenhaus nicht sehr verbreitet zu sein. Nach stundenlangem hin und her wegen Bezahlung und Versicherung, wurde dann endlich spät abends operiert.. Weil irgendwas mit Benes Zähnen nicht ganz stimmte, hat sich das ganze gestern nochmal ein Kieferspezialist angeguckt. Im Oberkiefer hat sich zudem die ganze rechte Seite nach innen verschoben. Also gabs abends die nächste OP. Damit das aber wieder vernünftig zusammenwächst wurde ihm eine Art Zahnspange eingesetzt, die es ihm nicht erlaubt den Mund zu öffnen. Und das soll so für vier bis sechs Wochen bleiben. Also ziemlich große Scheisse. Essen nur püriert und dann mit Strohhalm… Immerhin kann er noch einigermaßen sprechen. Schmerzen hat er z.Z. auch nicht. Liegt aber evtl auch den Schmerzmitteln ;) Er fühlt sich auf jeden Fall den Umständen entsprechend gut und fit. Mal schauen, wie lange er noch im Krankenhaus bleibt. Wer sich persönlich bei ihm um sein Befinden erkunden oder ihm gute Besserung wünschen will kann das unter dieser Nummer tun: 005215536693878 (denkt an die Zeitumstellung! Ihr seid uns sieben Stunden voraus.).

Hänge gerade alleine zu Hause rum und mir ist langweilig. Bene im Krankehnhaus, Matthi mit Joa und Evi unterwegs und alle Mitbewohner im Urlaub bzw. bei der Familie. Bis Sonntag noch sturmfrei. Aber ist ganz alleine auch öde.. Falls es euch ähnlich geht, könnt ihr ja mal ein paar Fotos aus Mexiko checken. http://www.flickr.com/photos/schlueack/sets/72157616360575265/

11. März 2009

Santiago to Lima - The Sneaker Diaries

Gespeichert unter: Allgemeines, Chile, Mexiko, Peru — Schlagworte: , , , , , — bene @ 04:20

Nach dem super Hollywood-Titel, einfach mal ein Diary von meiner schoenen 3 1/2 Wochen-Stress-Tour:

04.02.
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Nachdem Vonlo zum Flughafen gefahren ist, hab ich versucht noch ein bisschen zu schlafen, was nicht so recht klappen wollte. Uebermuedet hab ich dann ausgecheckt und bin zum Busbahnhof. Hab auch gleich ein Ticket nach Valparaiso fuer den naechsten Bus bekommen. Nach 10 Minuten war ich auf dem Weg. Erstmal eine Runde schlafen. Angekommen sofort eine nette Hostel gefunden. Die Wirtin war sehr nett und hat versucht, einem andauernd Spanisch beizubringen. Hab aber nix behalten :) Nachmittags bin ich dann ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Die liegt am Meer und ist am Berg hochgebaut. Die Haeuser sind alle bunt angemalt. Ist ganz nett, aber alles sehr verkommen und arm. Fotos gibs nicht, weil es dort nicht so sicher ist.
Einen guten Eindruck kann man hier bekommen:
[url=http://www.ivebeenthere.co.uk/places/chile/valparaiso/gallery.jsp]Foto-Link uno[/url]
[url=http://www.world66.com/southamerica/chile/valparaiso/lib/gallery]Foto-Link dos[/url]

05.02.
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Heute hab ich den halben Tag Sightseeing gemacht. Gab schon einige beeindruckende Haeuser. Aus der Kolonialzeit wohl noch. Super viel gelaufen, also hab ich mich dann Nachmittags lieber gemuetlich auf den Balkon gesetzt und meine Reise ein bisschen geplant.

06.02./07.02.
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Um 10 Uhr ging mein Bus nach San Pedro de Atacama. 25 Stunden Fahrt. Puh. War aber bestimmt nur 3 oder 4 Stunden wach. Snacks gabs auch. Busreisen ist hier echt ein Traum.
Bin dann um 11 Uhr angekommen. Im Bus hatte ich ein Kolumbianer kennengelernt. Wir wollten uns zusammen eine Hostel suchen. Leider war nirgendswo etwas frei. Haben dann ein Neuseelaendisches Paerchen aus dem Bus wiedergetroffen, die sich verirrt hatten und ihre Hostel nicht finden konnten. Zusammen haben wir sie dann gefunden. Gluecklicherweise hatten die noch ein 4er Zimmer. Die beiden NZis erklaerten sich netterweise gleich bereit mit uns einzuziehen. Nachmittags haben wir dann eine Tour zum Villa de la Luna gemacht, um ein Sonnenuntergang in der Wueste anzugucken, was auch ganz nett war.

Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 021 Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 019 Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 011 Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 014 Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 010 Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 008 Chile - San Pedro - Valle de la Luna - 003

08.02.
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Morgens ging es schon um 4 Uhr in Richtung Geysire, da diese morgens aktiv sind und es im Sonnenaufgang am besten aussieht. War klasse. Ueberall rauchte es aus dem Boden und es schoss Wasser hoch. Lecker Fruehstueck gabs auch, mit heissem Kakao, der im Geysir aufgewaermt wurde. Danach durften wir dann auch in einer heissen Quelle Baden. War ganz witzig. Als naechstes sind wir noch durch die Wueste gefahren, um uns paar Hotspots, wie z.B. Flamingolagune (5 Stueck, uuhhh) und Touristendorf (lecker Lamafleisch gabs und irgendwas, was wohl Lamapisse war, zum trinken) anzugucken. Als wir so nach Stunden Wueste durch einen Canyon fahren, kommt aus dem Boden so ein kleiner Rinnsal, der mit der Zeit bisschen groesser wurde. Nach der naechsten Kurve war aufeinmal alles gruen, paar Lamas grasten und ein Condor hing da auch rum. Schon strange, nach Stunden nix aufeinmal so eine Oase. Nachmittags haben wir uns dann die Stadt angeguckt.

Chile - San Pedro - Geysir Tour - 001 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 003 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 004 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 005 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 006 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 007 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 009 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 008

Chile - San Pedro - Geysir Tour - 016 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 019 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 015 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 012 Chile - San Pedro - Geysir Tour - 013

Chile - San Pedro - City - 003 Chile - San Pedro - City - 004

09.02/10.02
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Die anderen 3 sind heute morgen nach Bolivien abgereist. Fuer mich gings nach Arica. Mal wieder die ganze Nacht ueber Bus fahren. Musste zwischendurch nochmal umsteigen und hab dort einen netten Daenen kennengelernt, Valdemar. Mit dem habe ich dann zusammen ein Zimmer in Arica gebucht. Die Stadt liegt mitten in der Wueste am Meer. Gibt nicht viel zu sehen, ausser z.B. die von Eifel erbaute Kirche aus Stahl. Beeindruckend ist aber die Aussicht ueber die Stadt und den Hafen vom angrenzden Berg. Hab noch schnell mein Flug nach Mexiko im Lan office neben der deutschen Botschaft bezahlt, Dollar und Sol eingewechselt und fuer ein Euro ein BigMaec gegessen.

Chile - Arica - 014 Chile - Arica - 015 Chile - Arica - 011 Chile - Arica - 002 Chile - Arica - 007 Chile - Arica - 003

11.02.
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Viertel nach 6 ging schon der Wecker los. Wollte um 9 Uhr den Bus in Tacna, Peru nach Aeruiquipa erwischen, deswegen musste ich frueh am Bahnhof sein. Fuer laecherliche 200 Pesos hab ich dort auch direkt ein Busticket bekommen. Man haette auch fuer 3000 mit einem Collectivo (quasi nen Taxidorm) fahren koennen, was wahrscheinlich schneller gewesen waere. Mein Bus brauchte leider so ewig lange, dass ich den Bus um 9 nicht mehr erwischt habe, konnte aber 12.30 den naechsten nehmen. An der Grenze wurde mal wieder nach Lebensmitteln gefahndet, was langsam doch recht laestig wird, da sie einem eh nie was abnehmen. Und die 600m zwischen den beiden Grenzstationen verhindern natuerlich auch jeden Pollenflug, der das rege Wuestebleben um Fremdgewaechse erweitern wuerde.
Da mir aus Sicherheitsgruenden geraten wurde, in Peru nur Busse zu nehmen, die gut aussehen und mir im Bus zur Grenze von einer Einheimischen ausschliesslich Cruz del Sur empfohlen wurde, hab ich mir in Tacna ein Ticket bei Cruz gebucht. Im Busbahnhof durfte ich dann ersteinmal 1 Sol Boardinggebuehr bezahlen. Dann habe ich mein Gepaeck eingecheckt und mich zur Sicherheitskontrolle begeben. Koerperscan, Taschenscan, Ausweis und Ticket zeigen und natuerlich einmal in die Videokamera laecheln. Ja, es geht noch um eine Busfahrt. Als alle im Bus sassen, wurde nochmal jede Reihe einzeln abegfilmt. Der Comfort war wieder vom feinsten, Tv gabs auch, sowie Snacks und Saft. Spaeter zettelte der Steward dann auch noch eine Runde Bingo an, die mit Beeisterung von allen Anwesenden angenommen wurde. Mir machten die ganzen verschiedenen spanischen Zahlen Kopfweh, war aber ein gutes Sprachtraining. Nichtmal fliegen ist schoener.

…..Cruzfotos

Nach 45 Minuten Stau wegen einem Unfall, kamen wir dann doch recht spaet an. Hab mir gleich ein Ticket fuer die naechste Fahrt gekauft und hab auch gleich eine Hostel gefunden. Die macht bis jetzt einen super Eindruck, ausser dass im Flur das Dach undicht ist. Kurz noch durchs Viertel zum Supermarkt, steh ich schon auf dem PLaza de Armas, der wundervoll ausgeleuchtet ist. Ringsherum 2-Etagen-Haeuser mit Sauelen, wo man im 1. Stock Essen kann und ueber den Platz schaut. Sehr schoen. Doener und Currywurst gibts auch. War aber alles ziemlich leer. Ich glaube es ist Nebensaison gerade.
Geh jetzt mal in die Heia, bin muede..

12.02.
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Heute hab ich mir mal Aeruiquipa genauer angeguckt. Ist echt ein huebsches Staedtchen, zumindest hier im Zentrum. Erstmal eine Tour gebucht. Wollte doch mal zum tiefsten Canyon der Welt und unbedingt den Condor sehen. Danach hab mir alle Kirchen und Plaetze angeguckt, fuer mich sieht das alles spanisch aus. Ausserdem war ich im Monasterio de Santa Catalina. Ist ein altes Kloster. War huebsch anzugucken, wie auf den Bildern zu sehen. Haben aber schon sehr spaerlich gewohnt, die Nonnen.
Vom ganzen rumlaufen, war ich dann hungrig und wollte die Currybude ausprobieren. Hatte leider zu. Bin ich zum Doenerman, aber es ist kein Vergleich zu Star Doener. Den Abend hab ich dann in der Hostel verbracht, schliesslich gehts morgen auf TouriTour.

13.02.
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Um 8 Uhr wurde ich vom Tourbus abgeholt. Wir sind dann erst bisschen in der Stadt rumgefahren, um die anderen Teilnehmer abzuholen. Bis auf 2 Maedels aus London alles Peruaner. Weiter gings in die Berge, wo es erstmal nur Stein und Sand gab. Nach einem nicht so leckeren Coca(in?)-Tee gegen die Hoehe, gings zum Lama und Apalaca gucken. Super Tiere. Mittlerweile wurde alles auch ein bisschen gruener. Irgendwann sind wir dann in einer Stadt angekommen, wo es erstmal lecker Buffet gab. Apalacas sind auf jeden Fall leckerer als anzugucken. Nachdem wir in einem super Hotel eingecheckt haben, gings zu den Hot Springs. Im 38 Grad warmen Becken entspannen und ein Bierchen trinken. Abends gabs dann so richtig typisch Touri-Abendessen mit traditioneller Tanzshow. Selbstverstaendlich zum mitmachen.
Ich hab mir natuerlich alle Muehe gegeben, voellig desinteressiert zu gucken. Hat nix geholfen und ich war die HansWurst (zusammen mit einer Deutschen aus einer anderen Reisegruppe), die sich irgendwelche Klamotten anziehen musste und von den Taenzern auspeitschen lassen durften. War irgendwie so ein Malariatanz, bei dem die Taenzer so tun als waeren sie krank. Wenn man sich dann aufm Boden gerade so hin und herwaelzt vor Fieber, wird man ordentlich durchgepruegelt. Und dafuer durfte man auch noch Trinkgeld geben. Danach gings dann Gott sei Dank schnell zum Hotel, schlafen.

14.02.
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Um 5 mussten wir auch schon wieder aufstehen. Der Condor wartet schliesslich nicht. Sind also zum Valle de Colca, was sehr nice ist. Super schoene Landschaft. So gut, dass ich im Bus sogar nicht eingeschlafen bin. Irgendwann kamen wir dann am Condor HotSpot im Canon de Colca an, der natuerlich von Menschenmassen und Verkaufstaenden ueberfuellt ist. Leider war es so wolkig, dass man keine 2m gucken konnte, Also nix mit Condor. Sind dann zurueck zum Valle, wo es nicht so wolkig war, in der Hoffnung, da was zu sehen. Nach einer Stunde vergebenen Wartens, sind wir wieder zurueck Richtung Hotel. Ploetzlich haben wir angehalten, weil am Himmel ein Vogel kreiste, der alles zwischen Taube und Condor gewesen sein konnte. Kamen dann noch 2 andere dazu und wir haben einfach mal so getan, als waeren es Condore.
Nach einem kleinen Mittagessen und einem Marktbesuch, hab ich noch schnell den “hoechsten Irish Pub der Welt” (nicht der suedlichen Hemisphaere oder so ein Schwachsinn) angetestet, dann gings auch schon zurueck nach Aeruiquipa, von wo aus es direkt Richtung Cusco ging. Im Bus sass ich, wie es der Zufall will, neben der Deutschen von der Tanzshow.

Peru - Valle de Colca Tour - 001 Peru - Valle de Colca Tour - 002 Peru - Valle de Colca Tour - 003 Peru - Valle de Colca Tour - 004 Peru - Valle de Colca Tour - 005 Peru - Valle de Colca Tour - 006
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15.02.
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Sind um 6 Uhr morgens in Cusco angekommen und direkt zur Hostel. So ein riesiges Partyding voller Englaender. Eher nicht mein Fall, aber fuer 2 Naechte gehts. Haben uns nach der richtig beschissenen Nacht im Bus (man konnte irgendwie nicht richtig pennen) nochmal aufs Ohr gehauen. Als ich dann aufgewacht bin, merkete ich schon, dass es mir nicht gut geht. Bin trotzdem mit Nina noch in die Stadt. Haben uns die Kathedrale angeguckt, welche mal richtig crazy war. Glaub ich die aufwendigst gemachte, mit am meisten Gold und Silber geschmueckte Kirche, die ich jemals gesehen habe. Alles irgendwie verschnoerkelt, verziert, geschnitzt, mit Gold, Silber, Perlen oder teuren Stoffen verziert. Und ausserdem, als Highlight, das “erste” christliche Kreuz auf lateinamerikanischen Boden, dass Pizarro dabei hatte, als er alle Inkas abgeschlachtet hat.
Mir gings dann aber so schlecht, dass ich doch erstmal wieder ins Bett musste. Hab dann bis zum naechsten morgen, mehr oder weniger durchgepennt.

16.02.
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Heute so gegen 11 aufgestanden. Fuehl mich schon besser. Erstmal gross gefruehstueckt, um zu Kraeften zu kommen. Danach bin ich mit Nina bisschen Sightseeing machen gegangen. Fuehl mich immer noch scheisse, scheint was mit dem Darm zu sein. Geh mal wieder frueh uns Bett. Hoffe das bis zum Machu Picchu besser wird. Sau viel Treppen steigen, und das bei der Hoehenluft.

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17.02.
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So, zum Fruehstueck gabs erstmal Haferbrei, was das Mitleid der gesamten anwesenden Kuechenbelegschaft der Hostel hervorrief. Leider konnte ich mit meinem spaerlichen Spanisch nix verstehen, gehe aber davon aus, dass sie mir nur Gutes gewuenscht haben. Hab dann noch einige Besorgungen fuer den Picchu gemacht und mir was gegen Durchfall geholt. Danach gings zum Busbahnhof, Ticket nach Lima ziehen und eins nach Urumbamba. In der Naehe gibt eine Salzgewinnung, die ich mir anschauen wollte. Der Bus fuhr auch direkt ab. Nach 2 Stunden feinster peruanischer Popfolklore musste ich am Bahnhof in Urumbamba feststellen, dass ich zuweit gefahren bin. Also wieder zurueck und auf halber Strecke aussteigen. Stand ich also im nirgendwo in den peruanischen Anden. Auf die freundliche Frage, wo denn die Salinen seien, zeigt der Busfahrer auf eine zwielichtige Gestalt in einem “aelteren” Minivan. Hinten drin sass eine Familie. Nach einer kurzen Preisverhandlung, bin ich dann doch eingestiegen. Sind erst irgendwo in den Bergen rumgekurvt bis zu irgendeinem Ort, wo wir vor einem etwas heruntergekommenen Haus mit mehreren ebenfalls zwielichtigen Typen gehalten haben. Dachte schon jetzt wirste ausgeraubt. Einmal auf der Weltreise muss es ja passieren. Dich findet man doch nie wieder in den Bergen. Vergraben auf irgendeiner Kuhweide. Peruaner, das sind doch solche!!!!
Stellte sich aber heraus, dass der Typ das Taxiunternehmen fuer die ganze Bergregion war und nur die Familie dort abliefern wollte. Danach sind wir auch mit kleinen Umwegen fuer andere Passagiere, die noch dazu kamen, zu den Salinen, wo er mir noch alles gezeigt und erklaert hat (auf Spanisch). Ausserdem kannte er wohl die Arbeiter, die sich gerade im Lagerraum ausm Benzinkanister irgendeinen selbstgemachten Salzschnaps oder so (keine Ahnung, Haben zwar gesagt, was es ist, auf Spanisch. Haben auch nur fassungslos den Kopf geschuettelt, als der Taxifahrer zu ihnen gesagt hat,dass ich kein spanisch kann). Kam gut auf Durchfall. So ein Becher Salz trinken. Aber man will ja die Gastfreundschaft nicht mit Fuessen treten.
Zu den Salinen: Aus einem Loch im Berg kommt warmes, salziges Wasser (konnte man probieren), dass dann auf diese Ebenen geleitet wird (5000 Stueck). Entweder versickert das Wasser da und das Salz bleibt ueber, oder es fliesst ueber und an den Waenden bilden sich Salzplatten. Habs nicht ganz verstanden, gehe von beidem aus. Wenn die das abschoepfen, muessen die das aber erst nochmal veredeln, Die Salinera wurde auch gerade vertourisiert und kostet Eintritt.

Als wir dann zurueck an der Stelle waren, wo mich der Bus rausgeworfen hat, hat mir der Taxifahrer ein anderes Taxi angehalten, dass zurueck nach Urumbamba fahren sollte. Drinnen war ein altes Paerchen, das ich auch schon in den Salinen getroffen hatte. Der Typ war so schrecklich, selbst seine Frau war angepisst und meinte immer irgendwas mit Loco, wenn er gerade nicht da war. Der ist mit seiner doofen Videokamera dauernd aus dem Auto gesprungen, hat irgendeinen Schrott gefilmt und irgendwas gefaselt. Dann hat er die Kamera ins Auto gehalten und sich, glaub ich, nach der Meinung vom Taxifahrer und seiner Frau zu der unglaublichen Szenerie, die er gerade eingefangen hatte, erkundigt. Hatte ihm direkt klargemacht, dass ich kein Spanisch kann (selbst wenn ich es gekonnt haette), deswegen hat er mich erst gar nicht gefragt. Bin aber mal wieder auf irgendeinem Tourifilm. Ich erober nicht nur die schoensten Plaetze, sondern auch die TV-Geraete in den Wohnzimmern dieser Welt.
Endlich am Busbahnhof angekommen, hab ich mir mit 18 (erst nur 15, aber aufm Weg haben wir noch welche aufgegabelt) ein Minivan nach Otobamba geteilt. Ihr schlagt das ja aufer Karte nach, ne. Auto hatte ungefaehr die Groesse zwischen nem Ford Galaxie und enem Toyota Hiace. Eigentlich wollte ich dann in dem Ort eine Inkafestung besuchen, aber das war so unverschaemt teuer (teurer als Machu Picchu), da hab ich es seien lassen. Von unten sass auch gut aus und da der Ort frueher eine Inkastadt war, hab ich mir das lieber umsonst angeguckt. Dann hab ich noch bisschen im Internet gesurft, bis mein Zug nach Aguas Calientes kam. Die Stadt liegt am Fusse des Machu Picchu und ist der Ausgangsort dorthin. Bin um halb 11 angekommen und hab mich einfach mal von so einem Hostelwerber direkt am Zug abfangen lassen, weil ich schnell ins Bett wollte. Zahl fuer ein grosse Einzelzimmer, was ich sonst fuer ein Dormbett zahle. Kein schlechter Deal also. Eingecheckt, versucht zu schlafen.

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18.02.
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Das mit dem schlafen wollte in der Nacht nicht so recht klappen. 4.30 musste ich auch schon aufstehen, weil ich frueh am Machu seien wollte, um ein Ticket fuer einen Berg an der Stadt zu bekommen, wo am Tag nur 400 drauf duerfen. Naja, mein Durchfall war aber wieder schlimmer geworden und irgendwie wollte nichts so recht klappen, so dass ich doch eine Viertelstunde spaeter als geplant am Ticketschalter war, der erstaunlich leer war. Weiter zum Busticketschalter (wo man auf einmal in Dollar zahlen musste. Man kanns halt auch ganz umstaendlich machen) und da zeigte sich schon das ganze Uebel. Komplett die Strasse runter nur Touris, die schon auf den Bus warteten. Plus die endlose Schlange am Ticketschalter. Von wegen Nebensaison der Nebensaison und so. Noch mehr los sein geht fast gar nicht. Aufm Berg hat es sich aber Gott sei Dank verlaufen, war aber auch noch vor der naechsten Touriwelle da, die mit den Morgenzuegen kamen. Irgendwann sass ich also im Bus und konnte bei der Auffahrt schon die ersten Eindruecke der wunderschoenen Landschaft geniessen, als sich die Wolken durch die Bergtaeler schlaengelten. Oben so gegen 6 angekommen, durch die Ticketkontrolle, gabs einen wunderschoenen Blick auf die Stadt und die Berge drumherum.
Da alles der absolute Hammer war, beschreib ich jetzt mal nicht einzeln wie toll alles war. Sicherlich einer der schoensten Plaetze meiner Weltreise und das nicht wegen den Inkabauten, die aber auch einsame Klasse waren. Insgesamt konnte ich es nicht so ganz geniessen, weil zu viele Egotouris, die nicht merken, dass auch andere die Stadt besuchen, zu viele Backpacker, die eigentlich den Touristurm vermeiden wollten (selber sinds ja keine) und alle angepisst angucken plus mein gerade heute schlimmster Durchfalltag bis jetzt. Musste doch oefters zurueck zum Eingang aufs Klo (Immodiumakkut hilft nicht), was bei den vielen Treppen und der Luft nicht einfach ist. Vor allem, wenn man sich beeilen muss. Trotzdem super schoen. Wuerde aber jedem ein Guide empfehlen. Hab mich mal ab und zu unauffaellig dabei gestellt und man lernt doch ne Menge. Ausserdem sollte man auf jeden Fall die Wege mitnehmen, die zu relativ weit ausserhalb liegenden Bauten fuehren. Hab auf Grund des besagten Problems leider auch nur 2 geschafft und bin auch schon um halb 11 wieder runter, aber der Weg am Berg entlang zu den Staetten, wo man recht fuer sich ist, lohnt sich. Und die Batterien vom Fotoapparat sind mir auch noch leer gegangen. Oh man.
Machu Picchu ist absolut kein aufgepuschter Tourihype, sondern einfach Super!

Lieg jetzt wieder in meinem frisch gemachten Bett und trink bissche Cola mit trocken Keksen (hier gibs fast nur Pizzarestaurants und nirgends Pure de Papata. Morgen gehts dann schon Richtung Lima. Man haette in Cusco und Umgebung zwar noch super viel machen koennen, irgendwann gleichen sich Inkabauten und Kirchen aber auch.

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19.02.
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Puh, schon wieder so frueh auf. Langsam ist es echt nicht mehr schoen. Hatte den ersten Zug zurueck nach Cusco gebucht, um Zeit genug zu haben, den Anschlussbus nach Lima zu erreichen. Die Strecke mit der Bahn war sehr schoen. So frueh morgens siehts am besten aus. Bin dann wieder mit Minibus und Bus weiter nach Cusco. Dort hatte ich dann noch genuegend Zeit alles ordentlich umzupacken. Bin mal wieder mit Cruz del Sur gefahren. 21 Stunden. Gab wieder richtig lecker Abendessen und Fruehstueck. Ausserdem noch die grosse Disneycollection im TV und schoene Landschaft. Ging die ganze Zeit durch die nicen Berge, alle 2 Sekunden Kurven. Nervt nach ner Zeit.

20.02.
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In Lima angekommen bin ich zur Hostel. Danach bin ich noch die schoene Strandpromenade runter und wollte eigentlich eine Kurve zurueck machen, um erstmal das Stadtviertel kennenzulernen. Komme ich glatt an einer Sportsbar vorbei, wo gerade BVB gg Schalke angefangen hat. Musste ich selbstverstaendlich erstmal angucken. Lecker Bierchen, HotDog (mit Frankfurter Wuerstchen) und Pommes. Selten so ein schlechtes Fussballspiel gesehen.
Danach weitergeschlendert, keine anderen Touris gesehen (bin auch der einzige im 6er Dorm). Dafuer Supermarkt mit grosser Deutscher Bierauswahl und riesiger Kaesetheke gefunden. Abends etwas frueher ins Bett, naechsten Tag Bayern gg Koeln.

21.02.
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Erstmal Wecker gestellt, Koeln gg Bayern. Stream hat leider erst zur zweiten Halbzeit richtig funktioniert, aber WDR2 hat mir in allen Einzelheiten die fantastischen Tore und die ueberlegene Leistung der Koelner praesentiert. Bayernspieler waren natuerlich wegen dem Abseitstor am rumheulen. Laecherlich, sportlich verlieren ist das Motto. Ribery hat ja auch schon in der 14. Minute den ersten Verzweiflungsschuss abgegeben. Sowas will Meister werden.
Danach hab ich mich erstmal wieder schlafen gelegt. Noch bisschen von der Meisterschaft traeumen. Jetzt ist alles moeglich. Nachmittags hab ich mir noch den Rest von Miraflores angeguckt und Abends bisschen in der Hostel abgehangen. Schoene kleine gemuetliche Herberge, mit einem super netten Besitzer und relaxten Gaesten.

22.02.
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So, bisschen was muss man ja doch machen. Aber ganz gemaechlich. Bin irgendwann im Laufe des Tages mal durch Downtown gelatscht. Sehr huebsch. Schoene Plaetze und Bauten gibs ja zu Hauf in Suedamerika. Sonst viel Beton, aber die Plaetze sind muy bien. Abends bin ich dann mit ein paar aus der Hostel zu einem Fontaenenpark. Angeblich mit der hoechsten Fontaene der Welt. 83m, aber nicht die ich gesehen habe. Die war max 10m. Trozdem huebsch. Man konnte auch durch einen Fontaenentunnel gehen. Leider sagt einem keiner, dass auch von unten Wasser kommt. Sah etwas komisch aus, so nass im Schritt. Danach sind wir wieder nach Downtown. Essen und so.

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23.02.
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Ausgeschlafen. Hab die Durchfalltabletten gestern abgesetzt, heute war schon wieder scheisse. Bin trotzdem zum offiziellen Schwarzmarkt Limas. Ganz schlimme Ecke und gefaehrlich. Der Hostelbesitzer war nicht so gluecklich, dass ich dahin wollte. Dachte mir, schlimmer als in Asien wirds nicht sein und bin trotzdem hin. Taxifahrer hat auch direkt 5 Sol draufgeschlagen, als wir da waren. Sah nicht so sicher aus und alleine wollte ich dann auch nicht stressen und hab bezahlt. Der Markt selber war aber nicht uebrmassig voll. Hab noch nie soviele Schuhe gesehen. Die halbe Halle nur Schuhe. Und alle haben dieselben. Entsprechend laufen die Besitzer auch einfach zum anderen Laden und holen zum anprobieren dort ne Nummer groesser. Hab fuer 20 Euro ein gutes Paar erhandelt. Die alten Dinger waren nach den letzten Wanderungen nicht mehr “tragbar”. Zurueck in Miraflores noch bisschen zum Strand, aber Wasser war doch zu kalt. Und trotz der ganzen Wueste drumherum, nur ein Steinstrand. Dafuer mit Beton Volley- und Fussballplaetzen. Abends dann lecker gekocht und Film geguckt. Die Stadt (zumindest das Viertel) ist irgendwie so relaxt, man macht direkt mit.

24.02.
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Heute war ich mal beim Friseur. Fuer 2,50 Euro hab ich jetzt ne original, peruanische Taxifahrerfrisur. Sweeeet! Mittagessen gabs dann bei Dominos (Die wissen einfach, wieviel Kaese man braucht. Schon so gut in Australien). Dann musste ich noch packen und alles für Mexiko City vorbereiten (Hostel, etc). Abends gabs leckeren Pisco Sour von Hostelbesitzer, mmmhhh, mit rohem Eiweiss. Aber lecker Zimt obendrauf!

25.02.
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So, haenge hier gearde in der Smoking Bar am Airport und frisch mal bisschen den Blog auf. Eindeutig zu viele Macaffen unterwegs. Ziemlich verplanter Flughafen. Check-In gabs irgendwie keinen richtigen. Waren Flughafenagstellte, die die Leute aus den riesigen Schlangen irgendwie zugeordnet haben. Kein Unterschied ob Domestic oder International. Oder Schalter fuer einen speziellen Flug. Musste danach noch Flughafengebuehr (man glaubs kaum) bezahlen und war schon an der Gepaeckkontrolle, 2 1/2 Stunden bevor der Flug geht. Mist, Schnell Liter Cola geext , die ich mir aufheben wollte, um nicht einzuschlafen, und durch. Nach 8 Fluegen hab ich es dann geschafft, ohne Beanstandung durchzukommen. Hatte nur vergessen, neben allen Sachen aus meinen Taschen, auch den Rucksack aufs Band zu legen. Wurde freundlichst drauf hingewiesen.
In MC haben mich dann Matthi und Vonlo abgeholt. Ist das schoen. Konnte in Fabians Bude schlafen. Haben Abends noch bisschen meine Ankunft gefeiert.

PS: Nochmal was zu Australien. Dort gibs den super Pizzaservice, Dominos. Die bieten unter anderem 8 Meatpizzas, Kaeserand, Triplecheese-Boden (Teig, Kaese, Teig, Kaese, Teig, Kaese, Teig, Belag, Kaese. HAMMER), normale Pizza Mittags fuer fuer 6AU$, an. Nice Kette. Also wenn ihr in Australien, Neuseeland, Peru, Mexiko seid, hin.

10. Februar 2009

Von Au! nach Wau!!!!

Gespeichert unter: Australien, Neuseeland — Schlagworte: , , , , , , , — bene @ 17:11

Nach unserem Australiendebakel, floesste sich Vonlo ein kulturelles Highlight Melbournes nach dem anderen ein und ich bin mit dem Auto in 11 Stunden ohne Unterbrechung (nur zum Energydrinks kaufen) nach Sydney zurueck gefahren, um mich mit meiner Mutter und Cousine zu treffen. In Sydney angekommen, musste ich wieder einmal mit dem obskuren Verkehrsystem kaempfen und bin nach einigen Tollstrassen und Umwegen in der Naehe vom Hotel meiner Mutter angekommen. Da hab ich dann einen Naechtwaechter gefragt, der trotz Stadtkarte mit eingezeichneten Ampel irgendein Mist erzaehlt hat. Dadurch bin ich im falschen Viertel erstmal ewig rumgegurgt. Als ich zum 5ten Mal aus allen verschiedenen Richtung an ein und der selben, gottverlassenen Kreuzung vorbeigefahren bin, die immer Rot war (was ich nach em 3ten Mal sowieso ignoriert habe), war tatsaechlich doch jemand unterwegs, der mit den Weg erklaeren konnte. Angekommen hab ich meine Mutter aus dem Bett geklingelt und mich ganz fest druecken lassen.
Nach 2 Stunden Halbschlaf (wohl zuviel Koffein getrunken) bin ich dann auch schon wieder aufgestanden, um erstmal das Auto auszumiesten (mit dem Zeug haetten andere noch ne Woche campen koennen) und mich etwas ueberreizt wieder dem klasse Strassensystem hinzugeben. 10 Uhr sollte das Auto wieder bei der Verleihfirma seien. Gleichzeitig fahren, Karten lesen und wach bleiben fuehrte zu einigen Umwegen, auf denen ich aber praktischer Weise an einer Autowaescherei vorbeikam, die das Auto vom allerfeinsten geputzt hat. Aussen, Innen, alles blitzeblank. Nach dem ganzen Geld was wir in Australien verprasst hatten, fand ich die $60 Dollar dann auch nicht zuviel. Nur noch Gas und Tank auffuellen, einmal durch die Schraenke und den Kuehlschrank gehen, die Autovermietung finden und schon war ich den Van endlich los. Bisschen lieb gewonnen hatte ich ihn ja schon, insgesamt war es aber scheisse.
Das Nahverkehrsystem ist umso besser und so kam ich schnell zurueck zu Mami. Habe es mir dann ein paar Tage mit meiner Ma und Tante gut gehen lassen. Haben Sylvester gegenueber am Crimsons Point verbracht, wo manche ihre Zelte schon 2 Tage vorher am Ufer aufgeschlagen haben, kein Wunder, schliesslich hatte man von dort beste Aussicht auf den Hafen mit Operahouse und Harbour Bridge. Dementsprechend war es Sylvester voller verrueckter Australier. Kein Meter war mehr frei. Netterweise hatte die Stadt Toiletten aufgestellt, so dass alle, so wie wir, die sich in den Waeldern am Ufer noch ein Platz mit guter View ergattern konnten, nicht von Wildpinklern belaestigt wurden oder sich gar unfreiwillig in ein Pfuetzchen setzen mussten. Um halb neun war dann schon das erste Feuerwerk fuer Kinder und Besoffene, die sowieso nicht mehr bis 12 durchhalten, welches das bis dahin beste Feuerwerk war, dass ich gesehen habe. Um 12 kam dann das naechste. UNGLAUBLICH, vielleicht hat es ja jemand im TV gesehen. War live noch besser. Parallel gabs 3 grosse Feuerwerke ueber der Stadt, damit alle was davon haben und nicht nur die etwas sehen, die das Glueck hatten im City Center einen Platz zu erwischen. Netterweise wurden am Hafen auch keine Tickets zu horrenden Preisen verkauft, sondern wer zuerst kam, kam auch rein. Zusaetzlich gabs noch ein Feuerwerk auf der Bruecke. Wir hatten den perfekten Platz alles zu sehen. EINMALIG. Um 1 Uhr hab ich dann mit Andreas gechattet, der noch im alten Jahr war. Verrueckt. Dann bin ich schlafen gegangen, hammer. Wenn man irgendwie an Sidney vorbeikommt, am besten zu Sylvester, sonst lohnts nicht.

Mittelerde

Bin dann am 2ten nach Christchurch geflogen. Hab dann da ein bisschen abgehangen, mir die Stadt angeguckt, wobei es da nicht viel zu sehen gibt. Aber sehr relaxt. Am 2. Tag wollte ich mir dann eine neue Hostel suchen und bin erstmal in ein Hagel geraten. Und was macht man da? Man geht in eine echte NZ-Kneipe. Genauso viele Alkis wie in Deutschland plus noch paar Zocksuechtige an den reichlich vorhandenen Spielautomaten. Im TV laeuft, spannend, spannend, Cricket. Hab mich dann mit einem Neuseelaender, der scheinbar nicht ganz gluecklich mit einer Oesterreicherin verheiratet war, ueber Biersorten, Neuseeland und die anwesenden, mich nicht wirklich antoernden Frauen unterhalten. Bier hat er mir auch ausgegeben :) Irgendwann hat es dann aufgehoert zu stuermen und ich hab noch eine der schoensten Hostels gefunden, in denen ich bis jetzt war. Dorm und Klo/Dusche waren sauber und modern. Ausserdem gabs schoenen grossen Garten mit Haengematte, BBQ und Chillarea. Dazu 2 Aufenthaltsraueme. Einen zum Fernsehen und der 2te mit TV fuer DVDs, Internet, Billard und Kamin. Bei dem schoenen Wetter konnte man aber die ganze Zeit draussen bleiben. Kueche mit angrenzdem Essraum hatte auch alles was man brauchte und fuer alle die sich auch gerne mal mit Bier fuer mehrere Tage eindecken, einen BEGEHBAREN Kuehlschrank!!!!! Ich zieh nur noch in WGs mit so nem Kuehler. Alles andere macht ja kein Sinn.
Einziges Manko war, dass der um 11 zugemacht wurde. Hatten aber Kuehltaschen. Sind auf alles vorbereitet. Als wir eines nachts zurueck ins Zimmer kamen, sagt auf einmal jemand, “die Stimmen kenn ich doch”, und wer ist in unserem Zimmer? Matthaeus aus Laos. Die Welt ist so klein.
Haben da noch nen sehr netten, witzigen Inder kennengelernt, mussten aber nach ein paar Tagen weiter. Es ging Richtung Queenstown durch wunderschoene Landschaft. Man kann es glaub ich kaum beschreiben. Nach 5 Minuten war klar, wieso haben wir uns mit Australien aufgehalten und nicht mehr Zeit hier verbracht. In der Hauptstadt von Extremsport und Adrenalin-annreichender-Aktivitaeten angekommen, haben wir im Lonleyplanet nachgeschlagen, welche Hostel denn am besten zu uns passen wuerde und sind mit dem Black Sheep auch gleich fuendig geworden. Spa und 24 Stundenbar. Und das zu einem guten Preis. Nach dem einchecken gabs die Enttaeuschung, unfreundliches Personal, Spa war kleiner als ein Kinderplanschbecken fuern Garten und die Bar war ein Kuehlschrank an der Rezeption, die aber auch schon um 9 zu hatte. Kueche machte auch um 10 zu und erst um halb 8 wieder auf. Aber wer will schon in der Hostel rumhaengen.
Sind also mit Nanett aus unserem Zimmer in die Stadt, gucken was fuer Kneipen es hier ueberhaupt gibt, was uns in die -5 Grad-Bar gefuehrt hat. Bitterlich kalt. Aber man kriegt einen geilen Mantel und Handschuhe. Bier gabs zwar nicht, dafuer aber lecker Cocktails aus Eisglaesern zum Wegschmeissen. Der JaegerShot aus der Eispistole musste natuerlich auch mitgenommen.

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Weiter gings in einen IrischPub (Leider kann man hier ein Getraenk mit Karte zahlen, was den ansonsten guten Service etwas ausbremst), der auch unser zu Hause fuer die naechsten Abende werden sollte.
Am naechsten Tag haben wir uns um unsere ersten, Adrenalin pumpenden Aktivitaeten gekuemmert. Unter 100 Dollar war da nix zu machen und so musste sorgsam ausgewaehlt werden. Fabian hat sich fuer eine jeglichem menschenverstand entziehenden Kombination aus Bungeejump (134m) und Canyonswing entschieden.

Videos:

Als grosser Herr der Ringe-Fan und Anhaenger beeindruckender Berglandschaften
hab ich mich, fuer eine zumindest fuer Leute mit Hoehenangst Adrenalin pumpenden, Tour zu den Hotspots von HDR gebucht. Die HDR-Spots waren Klasse, man hat viel zum Film erfahren, zB wie der manche Szenen aus verschiedenen Spots aus Neuseeland zusammenschneidet (und trotzdem merkts keiner!). Ausserdem sieht es Live sowieso noch schoener aus als im Film. Die restliche Gegend in der wir noch rumgefahren war auch sehr beeindruckend. Neben einem deutschen Paerchen, waren noch 2 Maedels aus Auckland, die nur “Gorgues” geschrien haben und unsere argentinische Reisefuehrerin mit dabei. Nach einem wilden Ritt durch reissende Fluesse mit unserem 4WD Jeep gabs dann das Gourmet-Buffet (Kekse und Kaffee) und Goldsuchen. Fuer mich gabs aber nur Kekse ;(. Dann gings noch durch eine alte Goldgraeberstadt und zum Anfang der HDR-Saga, als der Ring den Koenig verraten hat. Hab mich da dann auch als Hobbit ablichten lassen. Sieht sogar ganz gut aus.

SANY1959 SANY1943 SANY1963 SANY2017 SANY1978 SANY2001

(Fluss mit den Koenigsstatuen, Berg auf dem die im 2ten Teil von diesen Hyaenenreitern angegriffen werden und Aragorn runter faellt (haben die komplett angemietet), Mongo Brandybuck of Buckland (scheiss Hobbitnamengenerator) aka Bene als Hobbit, Schicksalsberge, 4WD River Ride, schwarze Reiter verfolgen Frodo im Fluss)

Bin Nachmittags noch um die Landzunge vor Ort gegangen, an der man auch den neuen Trendsprot, Frisbeegolf betreiben konnte. Man schmeisst mit einer Frisbee in Eisenkoerbe, die im Wald verstreut sind. Regeln sind wie bei Golf. Massig Bier hat man natuerlich auch dabei. Warum sollte man das sonst machen?

Abends haben wir uns dann mit Alain, der mit Vonlo beim Bungee war, und Ibo, den wir in der Hostel in Christchurch schon kennengelernt hatten, getroffen. Haben an dem wunderschoenen Hafen gesessen, uns bisschen die Shows dort angeguckt. Leider waren die anderen beiden schon muede. Deswegen sind Vonlo und ich dann ins Hafencasino. Pech in der Liebe, Glueck im Spiel. Vonlo - 40, Bene +-0. Habs am Ende auch nur verprasst. Black Jack macht auf jeden Fall super Spass, besonders wenn man gewinnt und kein Plan hat, was abgeht :). Waren auch noch paar Crazy Guys da, die mal ebend ihre Tageseinahmen beim Roulett komplett verzockt haben. Naja, so toll ist es dann doch nicht. Haben ein bisschen gefeiert und am naechsten Tag endlich mal ausgeschlafen. Spaeter dann mit den Beiden vom Vortag getroffen, die Hafenatmosphaere genossen und … .
Am naechsten Tag gings weiter nach Fox Glacier,welches ,nur als Zwischenstation gedacht, weil die Busfahrt bis nach Nelson einfach zu weit gewesen waere, ganz nett war, ausser das alle Lokale nur bis halb Zehn essen servieren. Der Weg von dort aus nach Nelson war mehr eine Tour, da der Busfahrer oefters mal anhielt, damit man irgendwas besichtigen kann oder Fotos machen kann. Ausserdem hat er viel erklaert, zB das die Deutschen Bier nach NZ gebracht haben. Zwischendurch haben wir auf einem Rastplatz gehalten und schon wieder den Hollaender aus Laos getroffen. Verrueckt.

In Nelson haben wir dann in einer heruntergekommen Hostel in der Naehe vom Busbahnhof eingecheckt Ich hatte natuerlich erstmal meinen Fotoapparat und Handy im Bus vergessen, aber der nette Hostelbesitzer hat irgendwie den Busfahrer erreicht, der am Bahnhof auf mich gewartet hat und ich so meine Sachen zurueckbekam. Die Stadt selber ist nicht so schoen, aber es gab Gott sei Dank ein Subway, was fuer Fabians aufkommendes Gewichtsproblem nicht sehr hilfreich war. Tagsdrauf haben wir uns ein Auto organisiert. Ausserdem sind wir noch zum Hafen maschiert, wo es angeblich eine Laundry geben sollte. Die gabs nicht, dafuer konnten wir in einem Motel waschen. In der Wartezeit waren wir nebenan im Lokal der hissigen Yachtbesitzer, was nach der Anzahl der Schiffe wohl jeder ist. Lieber ein Boot als ein schoenes Haus. Die Kellnerin war selbstverstaendlich Deutsche. Abends waren wir dann in einer Billardkneipe, wo man scheinbar umsonst spielen konnte. An sich war da aber ein Turnier und wir haben es nur nicht gecheckt. Hat aber auch keiner was gesagt :). Haben noch 2 NZies getroffen, mit denen wir Doppel gespielt haben. Hab fast alle Spiele gewonnen, obwohl ich der schlechteste war. Karma oder wie war das im letzten Bericht?!
Frueh aufstehen war dann mal wieder angesagt, denn wir wurden puenktlich von unserem neuen Auto abgeholt. Nach den Formalitaeten, Abholen der Campingausruestung und den noetigen (Ueber-)Lebensmitteln gings Richtung Nelson Lake. Und da wir ja in NZ sind, durch wunderschoene Landschaft und Hopfenpfelder. Angekommen sind wir am Lake Rotoroa, wo wir direkt von Sandfliegen angegriffen wurden. Da wir dort aber nicht Campen konnten, sind wir auf Feldwegen in die Berge. Dort gabs dann eine nette Feuerstelle. Nach stundenlangem Holzsuchen, gabs dann ein richtig schoenes Lagerfeuer zwischen den Bauemen und dem angrenzenden Bach. Das Essen war auch extra Klasse. Ich bin ja besonders begeistert von den hier (und Australien) erhaeltlichen KarottenKartoffeln. Sehen aus wie Kartoffeln, sind aber orange innen und schmecken irgendwas zwischen Kartoffel und Moehre. 2in1 also.
Abends dann am Feuer eingeschlafen und von zwischernden Voegeln aufgewacht. Nochmal ein kleines Fruehstuecksfeuerchen gemacht, Sonnenbrillen gegen die roten Augen und zurueck in die Zivilisation. Sind Richtung Motueka und haben auf dem Weg einen richtig geilen Wild-Campingspot gesehen. Also schnell im Ort mit Subs, Essen, Getraenken und Notvorrat-Feuerholz (kein Lust um 4 Uhr nachts nochmal Holzsuchen zu gehen, am Hang) eingedeckt. Nachdem wir unser Zelt aufgeschlagen und Feuerholz gesammelt haben, genehmigten wir uns erstmal ein kleines Bad im angrenzenden Gebirgsfluss. Die vorhandenen Ropeswings wurden natuerlich auch genutzt. Danach mussten wir aber wieder an die Arbeit. Loch fuers Feuer buddeln. Als anerkannter Zimmermann lies es ich es mir natuerlich nicht nehmen, mit einem Stock bewaffnet und viel Schweiss und Muehe eine perfekte Grube auszuhebeln. Dann ueberliess ich das Feld SurvivalSchlueck, um das Feuer in Gang zu bringen. Alles schien perfekt, das Feuer lud gerade zum Braten der ersten Stuecke feinsten, neuseelaendischen Fleisches ein. Das Bier war kuehl und die Stimmung gelassen. Der Bach plaetschert friedlich vor sich hin, die Kuehe muhten vergnuegt.
Kommt der scheiss Bauer, macht ne Riesenwelle und schmeisst uns runter. “Leave no Footsteps” (war es nicht only Footsteps.?) und “Shitting over whole Newzealand” (aber die Kuehe und Schafe duerfen oder wie??) lies er vernehmen. So wirds nichts mit Bauer sucht Frau.
Etwas veraergert den schoensten Campingplatz ever verlassen zu muessen, sind wir weiter Richtung Abel Tasman, wo es nichteinmal Rastplatz auf dem Weg gab. Nach stundenlangem rumgurcken haben wir endlich ein Parkplatz mit 4qm Wiese, gerade gross genung fuer das Zelt, gefunden. Nicht gaaanz so gut, wie der Platz vorher.
Am naechsten Tag haben wir uns dann Abel Tasman angeguckt. Danach gings zuerueck Richtung Nelson. Auf dem Weg haben wir noch ein schoenen am Meer gelegen Campingplatz gefunden. Erstmal duschen. Unter der Aufsicht vieler erfahrener Camper haben wir uns dann Holz fuer uns Feuer zusammengesucht. Wasser fuer den Notfall haben wir natuerlich auch daneben gestellt, ist doch eine Selbstverstaendlichkeit. Nach mehreren Hinweisen, welche Sicherheitvorkehrungen ein Feuer benoetigt, konnten wir uns endlich in Ruhe um das Wesentliche kuemmern. Schnell noch nen alten Baumstumpen zum Sitzen rangeschloert (Fabian wird zwar dicker von den Subs, aber sicherlich nicht staerker), da brannte es auch schon lichterloh, in der Feuerstelle. Zu Essen gabs natuerlich lecker Folienkartoffeln und die wohl besten Schnitzel ever. Sehr lecker. Ein gelungener Abend wiedermal.

Neuseeland - Campen - 001 Neuseeland - Campen - 002

Auto und Ausruestung abgeben, in Bus nach Wellington, Hostel suchen waren unsere Aufgaben, als wir am naechsten Morgen das Zelt abbrachen. Leider hatte der Akku von meinem Wecker versagt, weswegen wir etwas unter Zeitdruck waren. Der nette Autovermieter war aber kulant und froh, dass es uns so gut gefallen hatte. Lediglich eine Kratzer fuer 20 NZZ$ wurde beanstandet. Ging aber in Ordnung.

Weiter gings nach Picton, von wo aus wir uns nach Wellington verschiffen lassen haben. Dort haben wir direkt die erst beste Hostel vor Ort genommen, was nicht schlecht war, denn direkt vor der Tuer waren die Top-Sights, Supermarkt und Busterminal. Insgesamt waren wir 2 Naechte dort. 3-4 wichtige Sights angeguckt, wie zB das Archtitektonische Symbol Neuseelands (sieht aus wie Bienenstock aus Beton). Sonst gabs dort nicht viel zu tun.

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Neuseeland - Wellington -  Bienenhaus Neuseeland - Wellington - Holzhaus Neuseeland - Wellington - Gov

Also gingsweiter in Richtung Taupo. Sehr schoen zwischen Bergen an einem See gelegen, ist es als das Mekka des Skydivens bekannt. Genau das wollten wir auch machen.

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Aber erstmal eine Hostel suchen, was wir auch recht schnell hinbekommen haben. Nur als wir dann in unser Dorm kamen, in dem wir ein Einzelraum hatten, blickten auf ein zusammen geklapptes Hochbett. Klasse, da hatte natuerlich keiner von uns Bock in unserem unten zu schlafen. Da mir meine Gesundheit egal war, schliesslich wollte ich Skydiven, habe ich mich nach unten gelegt. Am naechsten Tag, viel zu schnell, war es auch schon soweit. Fabian aus dem Bett gepruegelt und noch den Shuttlebus erwischt. Im Auto durfte man erstmal unterschreiben, dass ja bei so einem Extremsport mal was passieren kann und der Veranstalter keine Verantwortung traegt. Beruhigend. 20 Minuten bedrueckte Fahrt spaeter, kommen wir am Haus des Wahnsinns an und werden von Postern, Fotos und Tv-Geraeten empfangen, die alle zeigen, wie schoen hoch das alles ist und das man mindestens 200kmh faellt und so weiter. Beruhigend. Danach durfte sich dann jeder aussuchen, was genau er den buchen moechte. 9000ft, 12000ft oder 15000ft, Handycam und/oder Kameremann, Fotos oder nicht, usw. Hab mich als einziger fuer 12000ft entschieden. Wenn es schlimm ist, ist es dann schneller vorbei, wenns gut ist, hat man ja noch ne Herausforderung fuers naechstemal. Guenstiger wars natuerlich auch. Weiter gings in den Ankleideraum, in dem einem die Tandempartner zugewiesen wurden. Vonlo hat doch glatt jemand aus Hiltrup erwischt. Crazy. Ich hatte ein Neuseelaender, der mir durchgehend gut zu geredet hat. Als ob ich das noetig gehabt haette. Hab aber eh nur die Haelfte verstanden.
Als wir alles an hatten, gings ins Flugzeug, welches sanfter gestartet ist, als ein Passagierflugzeug. Dachte ich mir, pff, springste auf jeden Fall. Als dann aber ein Luftloch kam, sah das ganze schon wieder anders aus. Der Rest des 20MINUETIGEN Fluges bestand aus tief einatmen und Stossgebeten. Natuerlich musste ich auch als Erster springen. Bin mit dem Typen an den Rand der offenen Luke gerutscht. Der machte noch irgendwelche faxen. Ich schrei nur gogogo, und schon gings los. Nach einer Sekunde war der Schrecken auch schon weg und es war nur geil. Das sieht man vielleicht auf den Videos. Vonlo mussten sie ja rauschupsen, ist aber gut unten angekommen. Kann nur jedem empfehlen, sowas mal zu machen. Abends wurde das noch bisschen gefeiert.

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Von Taupo aus sollte es dann direkt nach Auckland gehen. Nachdem ich Fabian unter Einsatz aller meiner Kraefte halbwegs Puenktlich zum Bus bekommen habe, kommt der natuerlich erstmal 1 1/2 Stunden zu spaet. Toll. Naja, sind dann irgendwann angekommen. Haben uns eine recht zentrale Hostel gemietet, die uns erstmal in Keller verfrachtet haben. Also keine Fenster! Dafuer aber direkt bei der Kueche, Raucherecke und Kuehlschrank. Dort haben wir dann auch Nanette wieder getroffen, mit der wir ein schoenen Abend verbracht haben. Paar Tage Auckland genossen und dann hiess es: “Olla Chickas” Ab zum Zeitflug nach Santigao.

Dort haben wir dann im wunderschoenen Viertel BellaVista “La Bohem” von Santiago genossen. Am 4. ist Vonlo nach Mexiko geflogen. Fuer mich gings Richtung Valparaiso…

!! Ausserdem haben wir in NZ mehr Tiere gesehen als in Australien !!

PS: Weiteres Bildmterial wird nachgereicht.

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